Jul 23
/
Elisabeth Krista
Adultismus - Ein Überblick
Ein Artikel von Elisabeth Krista
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Adultismus bezeichnet die Diskriminierung von Kindern durch Erwachsene als strukturelle und individuelle Machtausübung auf Grundlage eines Altersgefälles. Es handelt sich um eine Form von Machtmissbrauch, die uns allen vertraut ist, weil wir sie meist selbst erlebt haben. Und genau darin liegt ihre Tücke: Sie bleibt oft unbemerkt und wird unbewusst weitergegeben. In den letzten Jahren rückte Adultismus zunehmend ins Bewusstsein von Fachkräften und Eltern, denn er steht einer gleichwürdigen, bedürfnisorientierten Beziehungsgestaltung im Weg.
Dieser Artikel gibt einen thematischen Überblick, zeigt alltägliche Beispiele auf und will vor allem zur Reflexion und Veränderung einladen.
Dieser Artikel gibt einen thematischen Überblick, zeigt alltägliche Beispiele auf und will vor allem zur Reflexion und Veränderung einladen.
Endlich sprechen wir darüber: Adultismus
In den letzten Jahren kam Adultismus zunehmend aufs Radar der Fachwelt und weiter zu Elternberatungen und damit auch in die Familien. Was Adultismus so wirkmächtig macht? Wir alle waren einmal Kinder und haben erlebt, wie es sich anfühlt, nicht ernst genommen zu werden. Umso wichtiger ist es, diesen Kreislauf bewusst zu durchbrechen.
Wie wir aus der Diskriminierungsforschung wissen, werden Diskriminierungserfahrungen häufig unbewusst weitergegeben. Wenn es in meiner Kindheit beispielsweise üblich war, dass Kinder beim Essen still sein mussten, kann es sein, dass ich diese Überzeugung heute unreflektiert fortführe: Etwa indem ich auch im Kita-Alltag erwarte, dass Kinder beim Mittagstisch nicht sprechen. Vielleicht irritiert es mich sogar, wenn sie sich unterhalten, lachen oder lebendig sind. Und ist das schon Adultismus?...
Wie wir aus der Diskriminierungsforschung wissen, werden Diskriminierungserfahrungen häufig unbewusst weitergegeben. Wenn es in meiner Kindheit beispielsweise üblich war, dass Kinder beim Essen still sein mussten, kann es sein, dass ich diese Überzeugung heute unreflektiert fortführe: Etwa indem ich auch im Kita-Alltag erwarte, dass Kinder beim Mittagstisch nicht sprechen. Vielleicht irritiert es mich sogar, wenn sie sich unterhalten, lachen oder lebendig sind. Und ist das schon Adultismus?...
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Adultismus bezeichnet die Diskriminierung von Kindern durch Erwachsene als strukturelle und individuelle Machtausübung auf Grundlage eines Altersgefälles. Es handelt sich um eine Form von Machtmissbrauch, die uns allen vertraut ist, weil wir sie meist selbst erlebt haben. Und genau darin liegt ihre Tücke: Sie bleibt oft unbemerkt und wird unbewusst weitergegeben. In den letzten Jahren rückte Adultismus zunehmend ins Bewusstsein von Fachkräften und Eltern, denn er steht einer gleichwürdigen, bedürfnisorientierten Beziehungsgestaltung im Weg.
Dieser Artikel gibt einen thematischen Überblick, zeigt alltägliche Beispiele auf und will vor allem zur Reflexion und Veränderung einladen.
Dieser Artikel gibt einen thematischen Überblick, zeigt alltägliche Beispiele auf und will vor allem zur Reflexion und Veränderung einladen.
Endlich sprechen wir darüber: Adultismus
Natürlich gibt es Situationen, in denen Erwachsene für Kinder entscheiden müssen. Immer dann, wenn wir unserem Schutzauftrag nachkommen, um die Gesundheit oder sogar das Leben des Kindes zu schützen, nutzen wir unsere Macht zum Wohle des Kindes. Natürlich kann auch in diesen Situationen reflektiert und verantwortungsvoll mit der eigenen Macht umgegangen werden. In den letzten Jahren kam Adultismus zunehmend aufs Radar der Fachwelt und weiter zu Elternberatungen und damit auch in die Familien. Was Adultismus so wirkmächtig macht? Wir alle waren einmal Kinder und haben erlebt, wie es sich anfühlt, nicht ernst genommen zu werden. Umso wichtiger ist es, diesen Kreislauf bewusst zu durchbrechen.
Wie wir aus der Diskriminierungsforschung wissen, werden Diskriminierungserfahrungen häufig unbewusst weitergegeben. Wenn es in meiner Kindheit beispielsweise üblich war, dass Kinder beim Essen still sein mussten, kann es sein, dass ich diese Überzeugung heute unreflektiert fortführe: Etwa indem ich auch im Kita-Alltag erwarte, dass Kinder beim Mittagstisch nicht sprechen. Vielleicht irritiert es mich sogar, wenn sie sich unterhalten, lachen oder lebendig sind. Und ist das schon Adultismus?
Ja! Adultismus beginnt genau da, wo Entscheidungen mit dem Satz enden: „Weil ich die Erwachsene bin.“ Alles, was auf diesem Scheinargument basiert, ist Ausdruck eines Machtverhältnisses, das nicht hinterfragt wird. Wie oft begegnet Dir diese Haltung – laut ausgesprochen oder ganz still – in Deinem Alltag?
Zum Beispiel indem wir nach der Situation erklären, was passiert ist: Etwa weil das Kind über die Straße laufen will und ich es am Arm festhalten muss, oder es laut zurückrufe. In dieser Situation nutze ich meine körperliche Überlegenheit als Erwachsene, um das Leben des Kindes zu schützen. Ähnlich ist es mit Entscheidungen über die Zeit des Kindes: Das junge Kind hat für Zeiträume noch keine so gute Vorstellung, denn dafür fehlt ihm noch die Lebenserfahrung. Ich als Erwachsene kann daher über die Zeit des Kindes in gewissem Maße bestimmen und sagen: „In fünf Minuten räumen wir auf, damit wir rechtzeitig zum Arzttermin kommen.“ Diese Machtausübungen haben ihre Gründe in strukturellen Gegebenheiten und können dem Kind erklärt werden. Trotzdem gilt: „Weil ich es sage“ ist in keiner Situation eine ausreichende Begründung.
Wir sprechen heute endlich über Adultismus, weil er einer ermutigenden, bindungs- und bedürfnisorientierten Beziehungsgestaltung im Weg steht. Mehr noch: Er verhindert sie.
Wie wir aus der Diskriminierungsforschung wissen, werden Diskriminierungserfahrungen häufig unbewusst weitergegeben. Wenn es in meiner Kindheit beispielsweise üblich war, dass Kinder beim Essen still sein mussten, kann es sein, dass ich diese Überzeugung heute unreflektiert fortführe: Etwa indem ich auch im Kita-Alltag erwarte, dass Kinder beim Mittagstisch nicht sprechen. Vielleicht irritiert es mich sogar, wenn sie sich unterhalten, lachen oder lebendig sind. Und ist das schon Adultismus?
Ja! Adultismus beginnt genau da, wo Entscheidungen mit dem Satz enden: „Weil ich die Erwachsene bin.“ Alles, was auf diesem Scheinargument basiert, ist Ausdruck eines Machtverhältnisses, das nicht hinterfragt wird. Wie oft begegnet Dir diese Haltung – laut ausgesprochen oder ganz still – in Deinem Alltag?
Zum Beispiel indem wir nach der Situation erklären, was passiert ist: Etwa weil das Kind über die Straße laufen will und ich es am Arm festhalten muss, oder es laut zurückrufe. In dieser Situation nutze ich meine körperliche Überlegenheit als Erwachsene, um das Leben des Kindes zu schützen. Ähnlich ist es mit Entscheidungen über die Zeit des Kindes: Das junge Kind hat für Zeiträume noch keine so gute Vorstellung, denn dafür fehlt ihm noch die Lebenserfahrung. Ich als Erwachsene kann daher über die Zeit des Kindes in gewissem Maße bestimmen und sagen: „In fünf Minuten räumen wir auf, damit wir rechtzeitig zum Arzttermin kommen.“ Diese Machtausübungen haben ihre Gründe in strukturellen Gegebenheiten und können dem Kind erklärt werden. Trotzdem gilt: „Weil ich es sage“ ist in keiner Situation eine ausreichende Begründung.
Wir sprechen heute endlich über Adultismus, weil er einer ermutigenden, bindungs- und bedürfnisorientierten Beziehungsgestaltung im Weg steht. Mehr noch: Er verhindert sie.
Was ist Adultismus? Begriff und Ursprung
Adultismus bezeichnet die Diskriminierung von Minderjährigen durch Erwachsene. Es kann auch ein Machtmissbrauch damit beschrieben werden. Auch ältere Kinder und Jugendliche können jüngere Kinder aufgrund ihres Alters diskriminieren (Arbeiterwohlfahrt Bundesverband, 2020).
Diskriminierung bedeutet, einer anderen Person Meinung oder Würde, Gleichwürdigkeit oder Gleichwertigkeit abzusprechen. Die Personen werden aufgrund ihrer Sprache, Herkunft, sexuellen Orientierung, körperlichen Merkmale oder ihres Alters ausgegrenzt und/ oder benachteiligt Dadurch erleben diese Menschen, in diesem Fall Kinder, eine Ungleichbehandlung. So werden aufgrund pauschalisierter Annahmen über das Kindsein Regeln und Anforderungen einseitig festgelegt und das Machtgefälle zwischen jünger und älter ausgenutzt. Konkret: „Das heißt, es werden Verhaltensweisen verlangt und Regeln aufgestellt, die für Kinder gelten, aber selbstverständlich nicht für Erwachsene. Dadurch wird eine fest definierte Gruppe (Kinder) aufgrund eines Merkmals (Minderjährigkeit) benachteiligt“ (Arbeiterwohlfahrt Bundesverband, 2020).
Diskriminierung bedeutet, einer anderen Person Meinung oder Würde, Gleichwürdigkeit oder Gleichwertigkeit abzusprechen. Die Personen werden aufgrund ihrer Sprache, Herkunft, sexuellen Orientierung, körperlichen Merkmale oder ihres Alters ausgegrenzt und/ oder benachteiligt Dadurch erleben diese Menschen, in diesem Fall Kinder, eine Ungleichbehandlung. So werden aufgrund pauschalisierter Annahmen über das Kindsein Regeln und Anforderungen einseitig festgelegt und das Machtgefälle zwischen jünger und älter ausgenutzt. Konkret: „Das heißt, es werden Verhaltensweisen verlangt und Regeln aufgestellt, die für Kinder gelten, aber selbstverständlich nicht für Erwachsene. Dadurch wird eine fest definierte Gruppe (Kinder) aufgrund eines Merkmals (Minderjährigkeit) benachteiligt“ (Arbeiterwohlfahrt Bundesverband, 2020).
Warum ist Adultismus so gefährlich?
Da Adultismus in unserer Gesellschaft so verbreitet ist, erleben alle Kinder ihn in irgendeiner Form. Dadurch festigen sich Machtsysteme. Kinder erleben sich nicht nur als diskriminierte Personen in ihrer Machtlosigkeit, sondern sie lernen auch, wie man diskriminiert.
Wie zeigt sich Adultismus im Alltag in der Kita?
Adultismus zeigt sich im Kita-Alltag auf unterschiedliche Art und Weise. Einerseits äußert sich Adultismus in unseren Sprachgewohnheiten: „Das kannst du noch nicht!“ oder „Dafür bist du noch zu klein!“ oder „Wenn der Keks spricht, schweigen die Krümel!“ Solche und ähnliche Aussagen sind uns allen schon über die Lippen gekommen. Die meisten von uns können sich gut erinnern, woher wir diese Sätze haben.
Andererseits zieht sich Adultismus auch in struktureller Form durch den Kita-Alltag und ist manchmal nicht so leicht sichtbar. Er zeigt sich dann, wenn der Tagesablauf ausschließlich von Erwachsenen für Kinder bestimmt wird. Oder wenn es viele Regeln gibt, die von Erwachsenen festgelegt wurden. Wie viel Kinder mitbestimmen dürfen, zeigt sehr gut, wie sehr die Erwachsenen der Einrichtung versuchen, Adultismus entgegenzuwirken. Daher ist die Auseinandersetzung mit eigenen Diskriminierungserfahrungen, auch wenn das oft schmerzhaft ist, so ungeheuer wichtig.
Andererseits zieht sich Adultismus auch in struktureller Form durch den Kita-Alltag und ist manchmal nicht so leicht sichtbar. Er zeigt sich dann, wenn der Tagesablauf ausschließlich von Erwachsenen für Kinder bestimmt wird. Oder wenn es viele Regeln gibt, die von Erwachsenen festgelegt wurden. Wie viel Kinder mitbestimmen dürfen, zeigt sehr gut, wie sehr die Erwachsenen der Einrichtung versuchen, Adultismus entgegenzuwirken. Daher ist die Auseinandersetzung mit eigenen Diskriminierungserfahrungen, auch wenn das oft schmerzhaft ist, so ungeheuer wichtig.
Adultismus ist kein individuelles Problem
Wie eingangs erwähnt, können wir davon ausgehen, dass alle Erwachsene als Kinder aufgrund ihres Alters Diskriminierung erfahren haben. Daher sind die blinden Flecken des Adultismus sehr weit verbreitet. Diese Art der Diskriminierung hilft auch, etablierte Machtsysteme zu stützen und zu erhalten. Denn: Was wäre, wenn Kinder echte Mitbestimmung leben könnten? Obwohl Du also Deine eigenen Überzeugungen und Erfahrungen hinterfragen musst, ist es notwendig, auch im gesamten Team und mit den eingebundenen Familien über Adultismus zu sprechen.
Und wenn nicht – es funktioniert doch auch so…?
Alle Formen der Unterdrückung und Diskriminierung lösen eines aus: Widerstand. Kinder, die häufig im Alltag erleben, dass ihre Meinung nicht zählt, dass sie nicht gehört und gesehen sind, werden entmutigt. Sie begehren auf in der Sprache, die ihnen gerade möglich ist. Es kann sein, dass sie wütend sind, aggressiv werden und Dinge zerstören oder anderen weh tun. Es kann aber auch heißen, dass sie sich zurückziehen und scheinbar hilflos werden, sich nichts mehr zutrauen und nichts mehr anfangen und ausprobieren wollen (Rudolf Dreikurs, 2018).
Alle, die daran interessiert sind, dass Kinder sich zu ihrem vollen Potential entfalten, dass sie Lebenskompetenzen entwickeln und mündige, selbstbewusste Mitglieder einer demokratischen Gesellschaft werden, die haben auch ein Interesse daran, adultistische Strukturen bewusst zu reflektieren und zu reduzieren.
Alle, die daran interessiert sind, dass Kinder sich zu ihrem vollen Potential entfalten, dass sie Lebenskompetenzen entwickeln und mündige, selbstbewusste Mitglieder einer demokratischen Gesellschaft werden, die haben auch ein Interesse daran, adultistische Strukturen bewusst zu reflektieren und zu reduzieren.
Wie kann ich aussteigen aus dem adultistischen Kreislauf? Haltung
Bekanntlich ist die Haltung die Stellschraube, die am schwierigsten zu verändern ist. Schwierig heißt jedoch nicht unmöglich! Haltung kann man verändern, indem Glaubenssätze und Überzeugungen, sowie eigene Erfahrungen kritisch hinterfragt und diese systematisch über längere Zeit verändert werden. Habe Geduld mit Dir und anderen: Haltung zu ändern braucht Zeit, Vertrauen und positive Bestärkung.
Wie kann ich aussteigen aus dem adultistischen Kreislauf? Haltung
Bekanntlich ist die Haltung die Stellschraube, die am schwierigsten zu verändern ist. Schwierig heißt jedoch nicht unmöglich! Haltung kann man verändern, indem Glaubenssätze und Überzeugungen, sowie eigene Erfahrungen kritisch hinterfragt und diese systematisch über längere Zeit verändert werden. Habe Geduld mit Dir und anderen: Haltung zu ändern braucht Zeit, Vertrauen und positive Bestärkung.
Zuhören statt reden
Der erste und wichtigste Schritt ist: Kindern zuhören. Das kannst Du sofort im Alltag umsetzen. Du wirst erstaunt sein, wie wenige Worte Du im pädagogischen Alltag wirklich brauchst. Kindern muss man selten etwas erklären. Sie wollen ihre eigenen Antworten finden und dabei können wir sie begleiten.
Methoden
Es gibt Methoden, die Fachkräften dabei helfen, systematisch mehr Partizipation in den Alltag zu bringen. Dazu gehört zum Beispiel das Kinderparlament. Wer es noch nicht so hoch aufhängen möchte, fängt erstmal damit an, den Kinderkreis (Morgenkreis) so zu gestalten, dass Kinder erzählen können. Erarbeitet ein Beschwerdesystem in der Kita, dass allen Kindern ermöglicht, Verbesserungsvorschläge und Beschwerden einzureichen. Dafür ist oft Begleitung von außen sehr hilfreich, da man gern blinde Flecken im Alltag entwickelt.
Raumgestaltung
Wird Material so angeboten, dass Kinder es selbständig nehmen können? Haben Kinder die Möglichkeit, ihren Spiel- und Lernort selbst auszuwählen? Können Kinder ihrem Bedürfnis nach Ruhe oder Aktion selbständig nachgehen? Das sind nur einige von vielen Fragen, denen man auf der Spur sein kann, um den Bildungsalltag frei(er) von Adultismus geschehen zu lassen.
Raumgestaltung
- Übungen, die Perspektivwechsel ermöglichen (z.B.) Etwa: Wie geht es allen Beteiligten in dieser Situtation?
- Anregungen und Prompts zur Reflexion eigener KindheitserfahrungenGespräche über Beobachtungen und konstruktives Feedback
- Systematische Reflexion der Raumgestaltung: wo kommen Kinder selbständig ran? Wo nicht? Warum nicht?
- Regeln hinterfragen: Welche Regeln haben wir? Warum? Geht es auch ohne? Was wäre wenn…?
- Reflexion der Routinen: Warum machen wir den Morgenkreis? Wie kommen Kinder zum Mittagessen? Wann dürfen Kinder ruhen oder toben?
Selbstreflexion: Wo nutze ich meine Macht und wie?
Eine hilfreiche Einstellung oder ein Grundgedanke auch für die Konzeption könnte lauten: „Ich bin ein erwachsener Mensch mit Verantwortung nicht, weil ich mehr weiß, sondern weil ich einen Rahmen schaffen kann, in dem sich Kinder sicher, gehört und gesehen fühlen. “Was bedeutet für dich „Erziehung“?
Was bedeutet „Begleitung“? Was sind die Bedürfnisse von Kindern, an denen wir uns orientieren müssen?
Was bedeutet „Begleitung“? Was sind die Bedürfnisse von Kindern, an denen wir uns orientieren müssen?
Diese Fragen helfen Dir, Dein eigenes Handeln zu überdenken:
- Würde ich das auch zu einem Erwachsenen sagen?
- Wann frage ich ein Kind nach seiner Meinung und meine es wirklich ernst?
- Welche Regeln dienen eher mir als dem Kind?
- Wie reagiere ich, wenn ein Kind widerspricht oder sich verweigert?
- Erlaube ich mir, mich bei einem Kind zu entschuldigen?
- Wie gehe ich mit meinen eigenen Fehlern um?
Adultismus beginnt oft im Kleinen, – in unserer Sprache, in unserem Tempo, in unseren Erwartungen. Adultismus zu verlernen ist kein einmaliger Schritt, sondern ein fortlaufender Prozess der Selbstreflexion. Er fordert uns heraus, Machtverhältnisse zu hinterfragen, Gewohnheiten zu durchbrechen und Kindern auf Augenhöhe zu begegnen. Wenn wir beginnen, ihnen wirklich zuzuhören, Verantwortung altersangemessen zu teilen und ihre Stimmen ernst zu nehmen, verändern wir nicht nur ihr Aufwachsen, wir verändern auch unser Zusammenleben. —
Quellen
Arbeiterwohlfahrt Bundesverband. (2020). Vielfalt Mediathek. Von https://www.vielfalt-mediathek.de/wp-content/uploads/2021/03/AWO_DEVI_Adultismus_Themenblatt_vielfalt-mediathek.pdf abgerufen
Hornung, H., & Meade, P. (03 2024). Endlich aufräumen - mit Adultismus. Frühe Kindheit.Hubrig, S. (2023). Adultismus in der Kita. Berlin: Cornelsen.
Liebel, M., & Meade, P. (2023). Adultismus : die Macht der Erwachsenen über die Kinder : eine kritische Einführung. Berlin: Bertz + Fischer.
Rudolf Dreikurs, V. S. (2018). Kinder fordern uns heraus. Stuttgart: Klett Cotta.
Titelbild: ©Laurissa Booyse auf pexels
Hornung, H., & Meade, P. (03 2024). Endlich aufräumen - mit Adultismus. Frühe Kindheit.Hubrig, S. (2023). Adultismus in der Kita. Berlin: Cornelsen.
Liebel, M., & Meade, P. (2023). Adultismus : die Macht der Erwachsenen über die Kinder : eine kritische Einführung. Berlin: Bertz + Fischer.
Rudolf Dreikurs, V. S. (2018). Kinder fordern uns heraus. Stuttgart: Klett Cotta.
Titelbild: ©Laurissa Booyse auf pexels
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